Sie sagten: „Sieht gut aus.“; „Steht dir.“ Oder
fragten: „Wieso hast du deine langen Haare abgeschnitten?“ Ich sagte nichts
dazu. Sie sahen nicht den Grund dafür. Den werden sie auch nie erfahren. Ich
schnitt mir die Haare nicht wegen einem neuen Lebensabschnitt. Nein, überhaupt
nicht um neu anzufangen. Ich schnitt sie mir aus einem ganz anderen Grund. Ich
tat es für mich. Um mir selbst zu zeigen, dass ich noch lebe. Noch atme. Noch
da bin. Es ist wie beim Schneiden, nur, dass es nicht von außen weh tut. Es tut
von innen weh. Es ist ein innerer Schmerz der einen von innen zerreißt. Wie die
Traurigkeit, die Einsamkeit, die Leere. Die mich von innen immer mehr zerreißt.
Aber keiner wird es je erfahren. Keiner wird es merken.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen