Donnerstag, 10. Januar 2013

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Da sind immer Wände, ganz gleich, wo man geht und steht. Manche Wände sind dünn wie
Pappmaché und das Einreißen fällt leicht. Einige Wände sind stabil, aber wir sind stark genug. Sie sind uns kein Hindernis. Manchmal können wir Wände austricksen, manchmal finden wir eine Tür, durch die wir gehen und die Wände zurücklassen können. Manchmal.
An anderen Wänden holen wir uns blutige Fingernägel und es bleibt uns nichts anderes übrig, als zu kapitulieren, sie ehrfurchtlos zu streicheln und uns warmzuhalten. Wir sind dazu geneigt, die Wände um uns noch höher zu ziehen statt sie einzureißen, weil wir Angst vor Widerstand und Schmerz und einem kräfteraubendem Kampf haben. Wir richten uns lieber hinter den Wänden ein, legen die Hände in den Schoß und warten auf die Dinge, die da kommen mögen.




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